Anpflanzen und Pflege

Pfingstrosen blühen mit ihrem üppigen Laub den ganzen Sommer lang. Die Stauden dieser Pflanze sind dafür bekannt, dass sie für mehr als 100 Jahren gedeihen können. Pfingstrosen gelten zudem als sehr wartungsarm, sofern sie richtig gepflanzt und in ihre Umgebung integriert werden. Sie reagieren allerdings nicht gut auf Umpflanzmaßnahmen. Dafür blüht sie meist zuverlässig und gilt darüber hinaus als winterhart bis in mitteleuropäische Gebiete hinein. In Europa wie in anderen Gefilden dieser Breitengrade gibt es nur zwei wichtige Erfolgsregeln für das Anpflanzen von Pfingstrosen – viel Sonne und ein gut durchlässiger Boden. Pfingstrosen können übrigens auch kalte Winter genießen, weil sie die Kälte für ihre Knospenbildung benötigen. Pfingstrosen begeistern mit einer atemberaubenden Blüte, die für buschige Klumpen und glänzend grüne Blätter sorgt. Im Herbst zum Ende der Blütezeit hin färben sich die Blüten violett oder Gold. Es gibt dennoch einige Aspekte, die es in Hinsicht auf Anpflanzen und Pflege gibt und die nachfolgend gelistet sind.

Welchen Standort für das Anpflanzen wählen?

Eine Pfingstrosen-Pracht wie diese benötigt einen guten StandortAm besten wachsen Pfingstrosen in tiefen, fruchtbaren, humusreichen, feuchten Böden, die gut entwässern können. Der Boden-pH-Wert sollte für das An- und Einpflanzen neutral sein. Durch die Zugabe von organischem Material in das Pflanzloch kann die Aufzucht gefördert werden. Wenn der Boden schwer oder sehr sandig ist, lässt er sich zudem mit Kompost anreichern. Pfingstrosen sind zwar nicht pingelig, aber dennoch sollte der Standort mit Bedacht gewählt werden, da sämtliche Störungen und Eingriffe in das Wachstum ärgerlich für die Pflanze sind. So ist es etwa wichtig, einen Standort zu finden, der auch Schutz vor starken Winden bietet. Pfingstrosen lieben Sonne, was ebenfalls bei der Standortwahl für das Anpflanzen beachtet werden sollte.

 

Wann ist der richtige Anpflanzzeitpunkt

Das Pflanzen erfolgt am besten im Herbst zwischen Ende September und Oktober in hiesigen Breitengraden. Die Pfingstrosen sollten vor dem ersten harten Frost bereits eingepflanzt werden.

Loch graben und Anpflanzung vornehmen

Das Anpflanzen der Pfingstrose ist mit einem sehr geringen Aufwand verbunden. Zunächst muss ein großzügig bemessenes Loch – ungefähr zwei Meter tief und zwei Meter breit – in einem gut durchlässigen Boden und an einem sonnigen Standort gebuddelt werden. Wenn der Boden schwer oder sehr sandig ist, wird er mit Kompost angereichert. Dabei lässt sich einfach eine Tasse Knochenmehl in den Boden platzieren. Die Wurzel der Pfingstrose wird nun so aufgestellt, dass die Augen nach oben gerichtet sind. Im finalen Schritt muss das Loch wieder geschlossen werden, wobei darauf zu achten ist, dass sich der Boden nicht absetzt und die Wurze tiefer rutscht als vorgesehen.

Die Pflege von Pfingstrosen

Wie Kinder und Jugendliche benötigen Pfingstrosen Zeit, um sich zu entwickeln. Sie brauchen in der Regel ein paar Jahre, um zur Blüte zu gelangen, zu wachsen und zu etablieren. Pfingstrosen gedeihen auch bei relativer Vernachlässigung. Anders als die meisten Stauden, müssen Pfingstrosen weder ausgegraben noch geteilt werden. Pfingstrosen können zudem ohne viel Wasser überleben. Sie profitieren nur im ersten Lebensjahr von einem nassen Untergrund und feuchten Wurzeln. Später schadet das gestaute Wasser genau diese Pflanzenteile.

Das Mulchen von Pfingstrosen

Mulch dient dazu, Feuchtigkeit zu speichern, Unkraut zu steuern und bzw. oder zu isolieren und die Wurzeln vor extremen Temperaturen zu schützen. Einige der häufigsten organische Mulche sind Kompost, Hackschnitzel, Stroh, Sägemehl, Blätter und zerkleinerte Rinde. Pfingstrosen müssten nicht wirklich mit Mulchen behandelt werden. Wenn das Klima im Sommer von langen Trockenzeiten geprägt ist, kann Mulch jedoch dabei helfen, eine dauerhafte Feuchtigkeit der Pflanze zu gewährleisten. Wichtig ist, dass vor dem Winter der Mulch entfernt und vernichtet – zum Beispiel verbrannt – wird, um Krankheiten an der Pflanze zu vermeiden.

Das erste Jahr blütenfrei

Die Pfingstrose blüht im ersten Jahr nach der Pflanzung meist nicht oder nur geringfügig. Es ist sogar besser, alle Blütenknospen in der Erstblütezeit zu vernichten. Die Pflanze fördert dadurch das Wachstum ihres Wurzelsystems. Einige Pfingstrosen sind reichblühend. Dies bedeutet, dass sie mehr als eine Blüte pro Stiel produzieren. Beim Schneiden und Kürzen der Pflanze sollte es vermieden werden, zu viele und große Blätter zu entfernen, da die Pfingstrose diese für ihre Nahrungsaufnahme und damit für die kommenden Blütenzeiten benötigt.

Nach der Blüte

Nach der Blüte geht es als erstes an das Entfernen der Blumen, sobald diese verblassen. Auch um die Absteckung sollte sich nun gekümmert werden. Wenn die Pfingstrosenblüten besonders groß sind, können sie die Stiele nicht ausreichend tragen und unterstützen. Manchmal hängen die Blüten bis zum Boden. Um dies zu verhindern, müssen Pfingstrosen abgesteckt werden. Es gibt dabei zwei Arten der Absteckung – die traditionelle und die moderne Variante:

Traditionelle Absteckung Moderne Absteckung
Einer oder mehrere Pfähle werden den Boden gesteckt Spezielle Halterungen mit verstellbaren Ringen im Handel erwerben
Stämme werden mit Gartenschnur oder Stoffstreifen an den Pfahl gebunden Diese werden in die Erde rund um den aufstrebenden Stängel gelegt

Die Winterpflege

Zu eng stehende Pfingstrosen müssen umgepflanzt werdenIm Herbst sollten zum Zwecke der Winterpflege die Stiele bis auf 8 Zentimeter gekürzt werden, nachdem die Blätter absterben. Dies ist wichtig, um Krankheiten oder Pilze zu verhindern. Eine dicke Schicht aus Blatt- oder Strohmulch sollte zudem über die Pflanze gelegt werden, um diese vor zu extremen Frost zu schützen.

 

Die Teilung und Umpflanzung

Pfingstrosen lassen sich nicht gerne bewegen und sollten daher nur umgepflanzt oder geteilt werden, wenn es absolut notwendig ist. Eine etablierte und produktive Pflanze kann nicht teilt für zehn bis fünfzehn Jahre benötigen, oder sogar noch länger. Einer der Gründe, der für eine Teilung spricht, liegt in einer zu dichten Pflanzung mehrerer Pfingstrosen mit nur einem Meter Entfernung zueinander. Da die einzelnen Pflanzen nach einiger Zeit sehr üppig werden, empfiehlt es sich, eine Teilung durchzuführen, um das weitere Wachstum bzw. die erreichte Lebensqualität nicht zu gefährden. Folgende Schritte sollten hierbei beachtet werden:

  • Erst mit dem Umgraben um die Pflanze herum beginnen, damit das Abschneiden der Wurzeln so einfach wie möglich von statten geht
  • Alle alten Blätter entfernen und die Stiele auf maximal 8 Zentimeter reduzieren
  • Mit einem langen Schlauch den Schmutz von der Wurzel vorsichtig entfernen
  • Schadhafte Stellen vorsichtig mit einem scharfen und sauberen Messer entfernen
  • Schnittflächen mit einem Fungizid, das Krankheiten und Fäulnisinfektionen verhindert, behandeln
  • Jede aufgeteilte Pflanze in einen neu erstellten Bereich des Gartens einpflanzen