Hilfe

Pfingstrosen bringen viel Freude, und zwar für viele Menschen, da sie pflegeleicht sind und sich zu zahlreichen unterschiedlichen Zwecken und Anlässen auch als Geschenk eignen. Jedoch kann es auch Schafgarben passieren, dass sie trotz ihrer Robustheit mit unterschiedlichen Krankheiten, Schlechterscheinungen und hängenden Blättern zu kämpfen. Meist jedoch ist kein Grund zur Panik angesagt. Sowohl blütenfreie Jahre als auch Ameisen müssen nicht zwangsläufig auf Krankheiten oder Fehlentwicklungen dieser Pflanze hindeuten. Dennoch ist es ratsam, die nachfolgend genannten Tipps und bereitgestellte Hilfe zu beherzigen.

Pilze – die größte Gefahr für Pfingstrosen

Die Pfingstrose hat in ihrem Leben mit verschiedenen Krankheiten zu kämpfen. Besonders häufig tauchen diese aufgrund falscher Pflegevorkehrungen und Standortplatzierung der Pflanze auf. Insbesondere der Pilzbefall stellt eine große Gefahr für diese Pflanzen dar. Es ist sehr schwierig, eine Krankheit dieser Art bei der Pfingstrose zu stoppen. Die Gefahr eines Befalls lässt sich u. a. durch gezielte Prävention verringern. Zu dieser Prävention gehören die richtige Standortwahl, eine professionelle Pflege und gute Hygiene. Weitere Maßnahmen wie die Verbesserung der Luftzirkulation und Bewässerung können ebenfalls den Pilz- und sonstigen Krankheitsbefall stoppen. Sollte dennoch ein Pilzbefall oder weitere Pflanzenkrankheit auftauchen, gilt es, die infizierten Knospen, Blätter und Stängel von der Pflanze zu entfernen. Die Gartenschere sollte natürlich nach dem Abschneiden gereinigt werden. Dies gelingt durch das Eintauchen in eine zehnprozentige Bleichmittel-Lösung oder durch das Besprühen der Schere mit 70 Prozent Alkohol. Ebenso sollte das infizierte Pflanzenmaterial gut entsorgt werden. Fungizide können dabei helfen, Pflanzen vor einem Pilzbefall zu schützen. Es handelt sich hierbei um Biozid-chemische Verbindungen oder biologische Organismen, die Pilze oder Pilzsporen eliminieren können.

Pfingstrosen und Läuse

Ähnlich wie Pilze können auch Läuse die Pfingstrose beschädigen. Die sogenannten Blattläuse lassen sich jedoch ganz ohne Fungizide bekämpfen. Sollte eine Pfingstrose Spuren von Läusen aufweisen, gibt es zwei natürliche Mittel, mit denen diese entfernt werden können:

  • Niembaumöl
  • Kieferseife

Auch andere Mittel, die etwa im Handel erhältlich sind, können dafür sorgen, dass sich Blattläuse nicht rasant vermehren und größere Schäden an den Blüten bzw. Blättern anrichten.

Pfingstrosen und Ameisen

Ameisen auf der Suche nach dem leckeren Zuckersaft der blühenden PfingstroseAmeisen dagegen verursachen keine gravierenden Gefahren bei der Pfingstrose. In der Regel locken die Pflanzen diese Insekten jährlich kurz vor der Blüte an. Bei Pfingstrosen jedoch sind die Ameisen kein Zeichen für Läusebefall. Vielmehr zieht der Zuckersaft, der an den Blüten produziert wird und von dort heruntertropft. Bei Pfingstrosenstauden gibt es Jahre, in denen so viel Zuckersaft produziert wird, dass die Pflanze regelrecht klebt. Die einzige Gefahr, die von Ameisen ausgehen kann, bezieht sich auf die Verbreitung und das Weiterreichen gefährlicher Pilze bzw. Pilzsporen.

 

Was machen bei vertrockneten Knospen

Insbesondere bei Staudenpfingstrosen sind immer wieder vertrocknete Knospen zu sehen. Bei den Sträuchern können sogar ganze Triebe vertrocknen. In diesem Fall sollte man die Knospen mitsamt Stängel und Triebe bis zum gesund erscheinenden Holz zurückschneiden. Um vertrockneten Knospen vorzubeugen besteht auch die Möglichkeit, im Handel spezielle Spritzsubstanzen zu erwerben.

Pfingstrosen haben keine Blüte

Sollten Pfingstrosen keine Blütezeit aufweisen, muss dies nicht zwangsläufig auf eine Krankheit zurückzuführen sein. Die nachfolgend genannten Ursachen können ebenfalls ein Grund für den Blüteverzicht von Pfingstrosen sein.

  • Zu tief gepflanzt
  • Keine Teilung
  • Umsetzung im Vorjahr

Pfingstrosen während ihrer BlütezeitHäufig müssen sich Pfingstrosen nach dem Schneiden oder Umpflanzen erst erholen bzw. neu orientieren. Daher kann es häufig vorkommen, dass sie zwei bis drei Jahre keine Blüte aufweisen. Im ersten Blütenjahr jedoch bilden sie eine dafür umso faszinierendere Blütenpracht.

 

Pfingstrosen mit hängenden Köpfen oder Blättern

Die meisten Pfingstrosen haben keine hängenden Köpfe oder Blätter von Natur aus. Einige Sorten, die besonders hoch wachsen, können jedoch nach einem Regenschauer eine Verformung des Kopfes aufweisen. In diesem Fall hilft eine Stütze, um die Struktur beizubehalten und keine Missbildung zu fördern. Bei hängenden Blättern kann ein Pestizidbefall im schlimmsten Fall die Ursache sein. Während der Blütenzeit sind hängende Blätter aufgrund des zunehmenden Gewichts, das eine Last für den Stiel darstellt, keine Seltenheit und kein Grund zur Sorge.